2017-02-01 Schreibereinmaleins: Analyse alter Geschichten

Ich bin gerade krank zuhause und schlage die Zeit damit tot, alte Fanfictions von mir zu lesen. Bevor ich 2008 die Arbeit (bzw. das Vergnügen) an Toki to Garasu wieder aufgenommen habe, habe ich in der Pause begeistert J-Rock Fanfictions geschrieben. Die Überbleibsel davon habe ich nun auf meiner externen Festplatte gefunden und mich noch einmal durch den seltsamen Fundus an schrägen Ideen und Formulierungen gelesen. Und das war wirklich eine riesengroße Hilfe!

Organisation der Notizen

Zunächst einmal war ich von meinem alten Entwurfssystem beeindruckt und werde das versuchen zu übernehmen. Im Moment notiere ich mir nur einen Satz der zusammenfassen soll, was in einem Kapitel passiert, aber damals habe ich das viel detaillierter notiert und hatte ein separates Dokument mit der Übersicht. Im Moment habe ich alles in einem riesengroßen Masterdokument und schreibe Szenen so, wie sie mir in den Sinn kommen anstatt chronologisch.

Motive und Szenarien

Mit so viel Abstand betrachtet sind mir außerdem in quasi allen Geschichten viele gedankliche Muster aufgefallen, die sich auch heute noch oft in meinen Storys wiederfinden. Außerdem gibt es Motive und Situationen, die bei mir in jeder Geschichte vorkommen. Diese Erkenntnis werde ich für meine derzeitigen und künftigen Geschichten nutzen!

Klarheit

Außerdem war es selbst für mich beim Lesen manchmal schwer meinen eigenen Gedanken von damals zu folgen, weil die Gedankensprünge und die ständige Verwendung von ‘er’ für Verwirrung gesorgt haben.

Charakterausarbeitung

Die Charaktere basierten damals ja auf unterschiedlichen J-Rockern und waren quasi schon “fertig”, sodass sie insgesamt kompletter wirkten als meine heutigen Charaktere (Toki to Garasu ausgenommen, das ist über die Jahre zu einem eigenen Mikrokosmos angeschwollen). Ich habe auf jeden Fall erkannt, dass ich noch mehr Zeit mit der Charakterausarbeitung verbringen muss und nicht nur mit dem Ausbau der Eigenschaften, die für die Geschichte relevant sind.

Humor

Was ich aber auch gemerkt habe, vor allem im Vergleich mit meinen heutigen Geschichten: Mir gelingt es nicht mehr so wie damals, witzig zu sein. Im Doujinshi klappt der Wechsel zwischen Witz und Ernst denke ich noch ganz gut, aber bei geschriebenen Geschichten klappt es nicht so. In den Fanfictions von damals, die alle ziemlich schräge Grundideen hatten, war das aber irgendwie möglich. Vielleicht war ich damals lockerer beim schreiben.

Fazit

Ich werde das vorhandene Material des kommenden Schneespuren-Kapitels jedenfalls nochmal genau überarbeiten und in Zukunft versuchen, ein paar meiner Fehler zu beheben und lockerer zu schreiben. Die Tatsache, dass der nächste Schneespuren-Teil aus Yuichis Perspektive erzählt wird, hilft mir da hoffentlich 🙂

P.S. Durch das Lesen der Geschichten hat mein J-Rock-Interesse gerade ein kleines Revival und ich schaue noch einmal, was meine alten Lieblingsbands so treiben 😀 (Oh mein Gott, Tsukasa von D’Espairsray singt jetzt Schlager – episch :’D <3)

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